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INGENIEURBÜRO OSTERHAMMEL GMBH

Abwasserableitung und -behandlung der Ortslage Hohenhain


Auftraggeber: Stadtwerke Freudenberg
Ansprechpartnerin: Frau Flender



Die Ortslage Hohenhain wird im Mischsystem entwässert. Die Behandlung des Abwassers erfolgte im Tiefpunkt der Ortslage in einer dezentralen kleinen
Scheibentropfkörperkläranlage. Da die wasserrechtliche Erlaubnis für diese Anlage im Jahre 2005 auslief und die Kläranlage zum damaligen Zeitpunkt bereits überlastet war, galt es zu überdenken, ob eine Erweiterung der Kläranlage mit Anpassung der Reinigungsleistung an die gestiegenen Anforderungen erfolgen sollte oder ob die Ortslage an die zentrale Kläranlage in Freudenberg anzuschließen ist.

Im Jahre 2002 wurde die INGENIEURBÜRO OSTERHAMMEL GMBH mit der Erstellung einer Studie beauftragt, um mit dem Werkzeug der Kostenvergleichsrechnung nach LAWA-Leitlinie die wirtschaftlichste Vorgehensweise zu untersuchen. Als wirtschaftlichste Variante stellte sich der Anschluss an die Zentrale Kläranlage in Freudenberg heraus. Hierbei sollte das Abwasser über eine im Bereich der be-stehenden Kläranlage errichtete Pumpstation in das Kanalnetz des Hauptortes Freudenberg gepumpt werden. Die Druckleitung sollte im Zuge des Neubaus eines Rad-Gehweges über einen ehemaligen Bahndamm auf einer Länge von rd. 2,8 km im Grabenpflugverfahren verlegt werden.

Um eine ganzheitliche Betrachtung des Entwässerungssystems- und –verfahrens im Zuge von Planung und Ausführung zu gewährleisten, wurde die Ingenieurbüro Osterhammel GmbH im Jahre 2003 mit der Planung und Ausführung bzw. Betreuung folgender Leistungen beauftragt:

  • Ausschreibung und Betreuung der Fernaugeuntersuchung für das gesamte Kanalnetz im Einzugsgebiet der Kläranlage Hohenhain sowie haltungsweise Klassifizierung
  • Hydrodynamische Nachweis- und Sanierungsrechnung des Kanalnetzes im Einzugsbereich der Kläranlage Hohenhein mit Erstellung eines hydraulischen Sanierungskonzeptes
  • Rad- und Gehweg von Hohenhain bis zum Anschluss in Freudenberg
  • Stillegung der Kläranlage Hohenhain und Erstellung eines Provisoriums zur Ableitung des Abwassers nach Freudenberg
  • Neubau der Pumpstation Hohenhain und der Druckleitung von Hohenhain nach Freudenberg
  • Umbau und Erweiterung des der Pumpstation vorgelagerten RÜB
  • Neubau eines Retentionsbodenfilterbeckens zur weitergehenden Behandlung der Entlastungsmengen aus dem RÜB vor der Einleitung in den Wildenburger Bach.



    Lageplan der Maßnahmen

1 Kenndaten Einzugsgebiet

  AE0 = 0,727 km²
  AE,Mi,k = 17,95 ha
  ψM = 44,0 %
  AE,Mi,k,b = 7,89 ha
  EW = 825

2 Kenndaten Pumpstation

 

 Länge der Druckleitung l = 2770,32m
 Geodätische Förderhöhe Hgeo = 4,09m
 2 Stück trocken aufgestellte Pumpen
 Förderstrom
Qp = 12 l/s (bei Einzelbetrieb)





 

3 Kenndaten RÜB

 

 Speichervolumen V = 292m³
 Drosselabfluss QDr = 12,0 l/s
 Mittlerer Schmutzwasserabfluss  QS = 1,43 l/s
 Mittlerer Trockenwetterabfluss  QT = 2,86 l/s
 Mittlerer Spitzenschmutzwasserabfluss  QS,x = 3,44 l/s
 Zulässige Entlastungsrate  eO, zul < 46,0 %
 Vorhandene Entlastungsrate  eO, vorh = 32,9%
 Vorhandenes Mischungsverhältnis  mvorh = 15,96 > mzul = 7

4 Kenndaten Retentionsbodenfilterbecken

 

 Zielgrößen:  
 Filtergeschwindigkeit Vf,min < 0,03 l/sm²
 Entlastungshäufigkeit nmin < 2 1/a
 Hydraulischer Wirkungsgrad  ηmin >80%
 Beschickungshöhe hf,min = < 30 m/a
 Einstauhöhe h < 1,00m

 

 Bemessungsgrößen:  
 wirksame Filterfläche ARBF = 1.094m²
 Nutzbarer Retentionsraum  VRBF = 1.217m³
 Einstauhöhe  h = 1,00m
 Drosselabfluss QDr = 30 l/s
 Filtergeschwindigkeit vf = 0,025 l/s m²
 Hydraulischer Wirkungsgrad  η = 96,7%
 Beschickungshöhe  hr < 30 m/a


hydraulischer Längsschnitt durch RÜB und RBFB


Hier kommen Sie zu den Fotodokumentationen:

Anlagen vor Baubeginn

Druckleitung von Hohenhain nach Freudenberg

Retentionsbodenfilterbecken

Pumpstation

Entlastungsbauwerk Stauraumkanal



Info Planung / Genehmigung: Dipl.-Ing. Florian Roth
Info Ausschreibung / Ausführung: Dipl.-Ing. Arnulf Wagener

 

 

 

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